Unser pädagogischer Ansatz

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an einem Verständnis von Erziehung, Bildung und Betreuung, das im christlichen Verständnis der Personenwürde des Kindes (Rechte des Kindes, insbesondere Recht auf Bildung und Erziehung) gründet und verschiedene Weltzugänge umfasst. Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die religiöse Erziehung und Bildung.

 

„Betreuung“ ist die Erfüllung der elementaren körperlichen, geistigen und sozialen Bedürfnisse der Kinder.

Betreuung konkretisiert sich im Verhalten der pädagogischen Mitarbeiterinnen, in der Art und Weise des Zusammenlebens, in der Einrichtung und in der Gestaltung der Räume. Dadurch wird den Kindern Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit vermittelt.

So können die Kinder mutig die Welt entdecken und sich selbstbewusst entwickeln.

Betreuung ist Voraussetzung für die Erziehung und die Bildungsprozesse der Kinder.

 

 „Bildung“ meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an. Bildung ist mehr als angehäuftes Wissen, über das ein Kind verfügen muss. Kinder erschaffen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst durch ihre eigenen Handlungen.

Bildung betont die Eigenaktivität der Kinder. Die Kinder sind selbst aktiv, sie nehmen die Welt und ihre Zusammenhänge wahr, erforschen sie und eignen sie sich an (Bildungsprozesse).

Die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes hängt wesentlich von der Umwelt ab, mit der es sich auseinandersetzt und von den Personen - Erwachsene ebenso wie Gleichaltrige - denen es begegnet. Deshalb setzen kindliche Bildungsprozesse verlässliche Beziehungen und Bindungen zu Erwachsenen voraus. Bildung ist ein Geschehen sozialer Interaktion.

Bildungsarbeit beeinflusst Bildungsprozesse, nicht jedoch die Bildung an sich. Zentrale Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiterinnen ist es Bildungsanlässe zu schaffen.

 

„Erziehung“ meint die Unterstützung und Begleitung, Anregung und Herausforderung der Bildungsprozesse, z.B. durch Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Erziehung fördert und unterstützt die Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung. Sie geschieht auf indirekte Weise durch das Vorbild der Erwachsenen und durch die Gestaltung von sozialen Beziehungen, Situationen und Räumen.

Auf direkte Weise geschieht sie beispielsweise durch Vormachen und Anhalten zum Üben, durch Wissensvermittlung sowie durch Vereinbarung und Kontrolle von Verhaltensregeln.

 

Umsetzung

Wir Erzieherinnen nehmen die Kinder ernst und schätzen ihre Individualität und Persönlichkeit. Wir nehmen die elementaren Bedürfnisse der Kinder wahr und orientieren uns bei der Betreuung an den Bedürfnissen der Kinder.

Bildungsprozesse werden ermöglicht, indem wir den Kindern Raum schaffen für vielfältige Wahrnehmungen und Anregungen.

Wir Erzieherinnen und die Kinder sind in diesen Bildungsprozessen gleichermaßen Lernende und Lehrende. Wir bestärken den Forscherdrang und das Interesse der Kinder, schaffen Bildungsanreize und vermitteln ihnen Freude am Lernen.

Die Förderung setzt an den Stärken der Kinder an und basiert auf regelmäßigen detaillierten Beobachtungen und Auswertungen. Diese werden von uns dokumentiert.

Individuelle Aufgaben im Rahmen der Entwicklungsförderung eines Kindes werden im Team/in der Gruppe besprochen. Wir beziehen die Erfahrungen und Beobachtungen der Eltern mit ein.