Unsere Schwerpunkte

Unsere Bildungs- und Entwicklungsfelder

Kindertageseinrichtungen eröffnen dem Kind neue Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Zum einen lernt es andere Erwachsene und Kinder kennen, mit deren Eigenschaften und Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Fähigkeiten es sich auseinandersetzen muss. Zum anderen lernt es eine neue Umwelt kennen, die ihm altersgerechte Anreize bietet, Neues über die Welt und sich selbst zu erfahren.

Kinder wollen lernen. Wir Erzieherinnen fördern diese Lernbereitschaft und unterstützen sie darin, sich die natürliche, soziale und kulturelle Umwelt anzueignen, indem wir ihnen unterschiedliche Weltzugänge und Welterfahrungen durch unsere sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder eröffnen. Damit ermöglichen wir den Kindern auch unterschiedliche Welt- und Selbsterfahrungen.

In der Auseinandersetzung mit der natürlichen, sozialen und kulturellen Umwelt bilden sie ihre Persönlichkeit und erwerben Kompetenzen.

 

 

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Körper“

In den ersten sechs bis acht Jahren im Leben eines Kindes werden wichtige Grundlagen gelegt für ein positives Körpergefühl, Gesundheitsbewusstsein, richtige Ernährung, Gleichgewicht und für die kognitive und seelische Entwicklung. In keinem Lebensabschnitt spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit und zu keiner Zeit sind körperlich-sinnliche Erfahrungen so wichtig. Das Kind erschließt sich seine Welt aktiv, mit allen Sinnen und vor allem in Bewegung. Kinder haben einen natürlichen Drang, sich zu bewegen und ihre körperlichen Kräfte und Fähigkeiten zu erproben. Das Kind nimmt über Bewegung Kontakt zu seiner Umwelt auf und entdeckt, erkennt und versteht so seine soziale und materielle Umwelt besser. Zu einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung gehört schließlich eine Hinführung zu bewusster Ernährung.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Körper“

Kinder…

Beispiele zur Umsetzung „Körper“

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinne“

Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken. Kinder lernen mit allen Sinnen. Schon früh experimentieren sie mit Tönen, Farben, Formen und Gegenständen. Kinder erleben beim aktiven Prozess des Wahrnehmens die Welt in ihrer Differenziertheit, versuchen sich darin zu orientieren und sie zu begreifen. Dazu brauchen sie vielfältige Gelegenheiten zu sinnlich wahrnehmbaren Welterfahrungen, Zeit und Raum zum Erforschen, Experimentieren, Ausprobieren und Erleben innerhalb unterschiedlicher Erfahrungsfelder von Alltag, Kunst, Musik, Kultur und Natur.

Kunst, Musik und Theater bieten den Kindern im Alltag die Mittel, sich schöpferisch und damit aktiv mit sich selbst (Gefühle und Erfahrungen), den Spielpartnern und ihrer Umgebung auseinander zu setzen. Dabei werden die Sinne sensibilisiert und die Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Das eigene Empfinden und die inneren Bilder werden mit jeweils unterschiedlichen Ausdrucksmitteln der Kunst, der Musik und des Theaters gestaltet.

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinne“

Kinder…

Beispiele zur Umsetzung „Sinne“

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sprache“

Die Sprache ist das zentrale Medium der Kommunikation und strukturiert die Weltaneignung und das Denken. Die Fähigkeit, sich sprachlich richtig und differenziert mitteilen zu können, ist von grundlegender Bedeutung für die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung des Kindes. Mit der Sprache lernen Kinder Grundregeln der Kommunikation und der Gesprächskultur. Kinder lernen die Sprache nicht von selbst und können sie nicht von selbst erarbeiten. Sprechen lernt man nur durch Sprechen. Kindern die Sprache zu geben heißt, sich ihnen zu zuwenden, mit ihnen zu sprechen, Zeit mit ihnen zu verbringen, heißt ihnen ein Übungsfeld für die Sprache zu geben.

Der Erwerb der Sprache ist ein Wechselwirkungsprozess zwischen Eigenproduktion und förderlichen Anstößen zur Sprachentwicklung. Alle Kinder haben ein Anrecht auf Sprachbildung und Sprachförderung und damit auf gezielte Erweiterung ihres Sprachvermögens.

Wir verstehen Sprachförderung in unserem Kindergarten nicht als isoliertes Sprachtraining, sondern als gezielte Erweiterung der Sprachkompetenz durch in den Alltag integrierte sprachanregende Angebote.

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sprache“

Kinder…

Beispiele zur Umsetzung „Sprache“

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Denken“

Das Denken umfasst alle Fähigkeiten, die helfen zu erklären und vorherzusagen. Im Einzelnen geht es um das Bilden von Kategorien und das Finden von Regeln, um das Erfassen von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen, um schlussfolgerndes Denken und Problemlösen sowie um logisches Denken. Damit das Kind all diese Fähigkeiten erlernen und erproben kann, braucht es eine Umgebung, die es dazu ermuntert.

Im Bereich „Denken“ wird eine Brücke gebaut zwischen den konkret kontext- und handlungsgebundenen Erfahrungen des Kindes, dem kindlichen Denken in Bildern und dem Denken in Symbolen. Naturphänomene, Technik und Mathematik sind Teil der kindlichen Lebenswelt und üben eine große Faszination auf Kinder aus.

Kinder besitzen bereits sehr früh erstaunliche Fähigkeiten im Wahrnehmen und Denken. Kinder wollen wissen, wie Dinge funktionieren und warum sie so sind, wie sie sind. Jeder kennt die Neigung kleiner Kinder, unaufhörlich nach Ursachen zu fragen. Diese „Warum-Fragen“ (und ihre Antworten) sind wichtig, damit sich das Kind Ereignisse erklären, vorhersagen und sie damit letztendlich steuern kann.

Die Aufgabe von uns Erzieherinnen ist es, diese Fragen aufzugreifen und gemeinsam mit den Kindern nach Erklärungen zu suchen. Dabei wird neben einem Verständnis natürlicher und technischer Zusammenhänge, vor allem die Bereitschaft und die Fähigkeit der Kinder zu entdeckendem und forschendem Lernen gefördert.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Denken“

Kinder…

Beispiele zur Umsetzung „Denken“

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“

Emotionen gehören zum täglichen Leben, der Umgang mit ihnen will gelernt sein. Mit dieser Fähigkeit wird niemand geboren. So muss auch ein Kind lernen mit seinen Gefühlen umzugehen. Dabei gibt es drei wesentliche, aufeinander aufbauende Fähigkeiten die ein Kind erwirbt.

Zum einen soll ein Kind merken, wenn ein Gefühl von ihm Besitz ergreift. Dabei geht es um Selbstreflexion, d.h. das Bewusstsein für die eigenen Emotionen.

Darüber hinaus soll ein Kind dem Handlungsimpuls, den ein Gefühl mit sich bringt, nicht wehrlos ausgeliefert sein. Hierbei geht es um den angemessenen Umgang mit den eigenen Emotionen, d.h. das Zulassen von Gefühlen in einer sozial verträglichen Weise. Wenn das Kind diese beiden Fähigkeiten für sich erlernt hat, kann es den nächsten Schritt vollziehen.

Das Kind kann sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl aneignen. Dabei geht es darum, die Emotionalität anderer Menschen wahrzunehmen um darauf reagieren zu können.

Diese drei Fähigkeiten stellen die Basis der emotionalen Intelligenz dar. Dieses Vermögen ist mitentscheidend für Erfolg und Zufriedenheit im Leben.

Wir haben hier die Aufgabe, Prozesse anzuregen und Grundsteine für die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes zu legen.

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“

Kinder…

Beispiele „Gefühl und Mitgefühl“:

Bildungs- und Entwicklungsbereich „Sinn, Werte und Religion“

Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen. Eine ihrer wesentlichen Entwicklungsaufgaben dabei ist es, sich in der Fülle von Eindrücken, Erfahrungen, Anforderungen und Begegnungen zurecht zu finden. Religion gehört zur Lebenswelt der Kinder. Sie begegnen Menschen, die ein religiöses Leben führen, treffen auf religiöse Gebäude, Rituale und Symbole. Ein Teil der Kinder lebt in religiös geprägten Familien. Zudem stellen Kinder religiöse Fragen wie z.B. „Wo sind die Toten?“ oder „Wie sieht Gott aus?“ Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen und die Begegnung mit Glaube und Religion in ihren verschiedenen Formen ist eine unverzichtbare Dimension von Bildung, Glaube und Religion. Glaube und Religion eröffnen einen eigenen Zugang zur Wirklichkeit, der durch keine andere Art der Welterfahrung ersetzt werden kann.

Kinder zeigen schon früh ein großes Interesse an den Ausdrucksformen des Glaubens. In unserem katholischen Kindergarten lernen die Kinder im Alltag die Traditionen der Kirche kennen. Dazu gehören die Feier des Kirchenjahres mit den unterschiedlich gestalteten Festen und den vielfältigen Symbolen, aber auch die religiösen Rituale, die den Tag und die Woche strukturieren, das gemeinsame Gebet, Lieder, biblische Geschichten und Heiligenlegenden sowie kindgemäß gestaltete Gottesdienste. Auch die Erkundung des Kirchengebäudes und die Begegnung mit dem Pfarrer und anderen im Gemeindeleben Verantwortlichen tragen zur religiösen Beheimatung bei.

Im alltäglichen Miteinander lernen die Kinder die grundlegenden christlichen Werte und Normen. Sie machen die Erfahrung, unabhängig von ihren Fähigkeiten und Leistungen anerkannt zu werden, und lernen, auch andere mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen. Sie entwickeln Vertrauen in die Verlässlichkeit menschlicher Beziehungen. Zu einem vom christlichen Glauben geprägtem Miteinander gehört eine Kultur des Verzeihens und Versöhnens. Denn auch Kinder machen Erfahrungen von Schuld und Versagen.

Zum katholischen Glauben gehört eine grundlegende Offenheit für andere. Alle Kinder sind eingeladen, am religiösen Leben der Einrichtung teilzunehmen. Sie können auf diese Weise den christlichen Glauben und das Leben der Kirche kennen und verstehen lernen. Auch die andersgläubigen Kinder können ihre religiösen Vorstellungen und Erfahrungen in die Gespräche einbringen.

Eine für religiöse Unterschiede sensible Religionspädagogik befähigt Kinder, zwischen dem Eigenen und dem Fremden zu unterscheiden, ohne das Fremde zu diskriminieren. Sie können die eigene religiöse Zugehörigkeit entdecken und einen respektvollen Umgang mit Fremden einüben.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinn, Werte und Religion“

Kinder…

Beispiele „Sinn, Werte und Religion“: